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Asthma und Schwangerschaft

Asthma zählt zu den häufigsten Erkrankungen bei Schwangeren. Ebenso wie Asthma die Schwangerschaft beeinflusst, kann die Schwangerschaft auch die Asthmasymptome beeinflussen. In diesem Informationsblatt erklären wir wie sich Asthma in dieser Zeit verändern kann und geben Tipps zum Umgang mit der Erkrankung

Letztes Update 01/02/2021
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Wie wirkt sich Asthma auf die Schwangerschaft aus?


Wenn Ihr Asthma ausreichend behandelt wird, ist das Risiko von Komplikationen für Sie und Ihr Baby während der Schwangerschaft sehr gering. Möglicherweise ist die Versuchung groß, die Medikamente bei Eintritt der Schwangerschaft abzusetzen. Es ist jedoch wichtig, dass Ihr Asthma weiterhin ausreichend behandelt wird. Studien haben gezeigt, dass es gefährlicher ist, die Medikamente einfach abzusetzen als die Medikamente wie verordnet weiter zu nehmen. Damit Ihre Lunge gut funktioniert, müssen Sie die Medikamente wie verordnet einnehmen. So können Sie einen Asthma-Anfall oder die Verschlimmerung Ihres Asthmas und damit einen möglichen Sauerstoffmangel Ihres Babys vermeiden.

Wie wirkt sich die Schwangerschaft auf Asthma aus?


ADa Ihr Körper in der Schwangerschaft mehr Hormone produziert, werden Sie eine Reihe körperlicher Veränderungen bemerken. Dazu zählen auch Veränderungen in den Atemwegen Kurzatmigkeit oder eine verstopfte Nase sind z.B. besonders in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten normal. Eine Schwangerschaft beeinflusst Asthma auf unterschiedliche Weise. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass die Symptome bei einem Drittel der Frauen abnehmen, bei einem Drittel unverändert bleiben und bei einem Drittel zunehmen. Wenn Sie an schwerem Asthma leiden, ist es wahrscheinlich, dass Ihre Beschwerden eher stärker . Bei Frauen mit leichtem Asthma hingegen werden die Beschwerden meist schwächer.

Möglicherweise fühlen Sie sich während der Schwangerschaft gestresst oder
besorgt, was sich auf Ihre Asthmasymptome auswirken kann. Versuchen Sie während der Schwangerschaft zu entspannen. Falls erforderlich, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Ein wichtiger Tipp: Wenn Sie Ihre inhalativen Steroide ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt absetzen, können Ihre Asthmasymptome zunehmen. Das kann zu Komplikationen führen. Das Risiko möglicher Nebenwirkungen der gängigen Asthmamedikamente ist geringer als das unkontrollierte Absetzen der Medikamente. Es ist also sicherer, Ihre Medikamente wie verordnet weiter zu nehmen und das Asthma unter Kontrolle zu halten.

“Während der Schwangerschaft haben sich meine Asthmasymptome verschlimmert. Ich habe regelmäßig meinen Hausarzt besucht, damit ich mein Asthma so gut wie möglich im Griff habe. Ich habe auch Yogakurse zur Geburtsvorbereitung besucht, die mir wirklich geholfen haben, mich zu entspannen und mich mit Atemübungen auf die Wehen vorzubereiten.”

Rebecca Elder, frischgebackene Mutter mit Asthma

Ihre Medikamente


Welche Hilfe sollten Sie erhalten?


Häufi g gestellte


Zu Beginn der Schwangerschaft sollten Sie ein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Hausarzt oder Lungenfacharzt führen. Auch der Frauenarzt muss über das bestehende Asthma informiert werden. Damit Ihre Schwangerschaft reibungslos verläuft, müssen alle Ihre Ärzte zusammenarbeiten, um Sie bestmöglich zu behandeln. Wenn Sie eine Hebamme aufsuchen, um sich in der Schwangerschaft beraten zu lassen, vergessen Sie bitte nicht auch Ihre Asthmasymptome zu erwähnen. Sinnvoll ist die Teilnahme an einer Patientenschulung, in der Sie Hintergrundinformationen über Asthma erhalten und lernen, was Sie bei einer Veränderung selbst tun können: Bitten Sie Ihren Arzt, einen schriftlichen Behandlungsplan zu erstellen. Anhand dieses Plans können Sie Ihr Asthma gezielt behandeln und Ihre Behandlung anpassen, wenn sich Ihre Symptome während der Schwangerschaft ändern.

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